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Erdrutsch kappt Trinkwasserversorgung in Santiago

Ein durch intensive Regenfälle der vergangenen Tage ausgelöster Erdrutsch am Fluss Rio Maipo hat den Wasserversorger Aguas Andinas dazu veranlasst vorsorglich den Betrieb in drei Wasserwerken zu stoppen, die rund 70 Prozent des Trinkwassers für Chiles Hauptstadt Santiago de Chile bereitstellen. Rund 590.000 Haushalte mit etwa 2 Millionen Einwohnern im Großraum Santiago seien betroffen, so die Nachrichtenagentur TeleSur.

Der Sprecher von Aguas Andinas, Cristián Esquivel, erklärte, der Erdrutsch habe Bäume und Schlamm in den Fluss gespült, so dass die Wasserwerke die Trinkwasserqualität nicht mehr hätten garantieren können. Man habe aufgrund dieser „Ausnahmesituation“ daher vorsorglich die Wasserversorgung für 15 Stadtteile abstellen müssen.

21 Stadtteile betroffen

Das Abstellen des Wassers war zwar angekündigt worden, begann jedoch früher als vorgesehen und sollte am Dienstagabend (Ortszeit) bereits beendet sein. Stattdessen musste die Maßnahme jedoch auf 21 Stadtteile ausgedehnt werden. Betroffen sind etwa Bezirke Puente Alto, San Ramón, El Bosque, Pedro Aguirre Cerda, La Pintana, La Florida,Vitacura, La Reina, La Cisterna, Providencia, La Granja, Ñuñoa und Las Condes, wie das Regierungsblatt La Nación in seiner Online-Ausgabe berichtet.

Präsident Sebastián Piñera appellierte an das Unternehmen, die Probleme so schnell als möglich zu lösen. Der Leiter von Aguas Andinas, Felipe Larraín, versprach eine Normalisierung der Trinkwasserversorgung für Mittwochmorgen. (bh)