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Erdbeben in Peru: Ausnahmezustand in der Provinz Ica

Gemeinsame Erklärung des Vorsitzenden der Bischöflichen Kommission ADVENIAT, Weihbischof Franz Grave, und ADVENIAT-Geschäftsführer Prälat Bernd Klaschka

Essen. Mit Bestürzung haben wir von dem verheerenden Erdbeben in Peru erfahren. Als Lateinamerika-Hilfswerk der Katholiken in Deutschland ist ADVENIAT in besonderem Maße mit den Menschen in Peru verbunden. Unsere Anteilnahme und unser tiefes Mitgefühl gilt in dieser Stunde den Familien der Opfer und allen Bewohnern der betroffenen Gebiete. In einem Brief an die Peruanische Bischofskonferenz und den Bischof von Ica, Monseñor Guido Breña López, haben wir unser tiefes Beileid und unsere Solidarität ausgesprochen.

Wir rufen die Katholiken in Deutschland dazu auf, sich im Gebet mit den Familien der Opfer zu vereinen und der Toten zu gedenken. Am 23. August, dem Fest der Heiligen Rosa von Lima, Schutzpatronin Perus und ganz Lateinamerikas, wollen wir sie in unser Gebet einschließen.

Erdbeben in Peru: Ausnahmezustand in der Provinz Ica

Lima/Essen. Bei einem Erdbeben am späten Mittwochabend (Ortszeit) in Peru sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens 330 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 800 Menschen wurden verletzt. Nach Angaben des Peruanischen Instituts für Geophysik erreichte das Beben eine Stärke von 7,5.

Allein im Departement Ica an der südlichen Pazifikküste starben ersten Schätzungen zufolge mindestens 20 Menschen. Dutzende Häuser wurden zerstört, eine Kirche stürzte während einer Gottesdienstfeier ein. In der 160.000-Einwohner-Stadt Ica fiel sofort der Strom aus, Feuerwehr und Zivilschutz suchten im Dunkeln in den Trümmern nach Überlebenden.

Auch in der Hauptstadt Lima brachte das Erdbeben mehrere Häuser zum Einsturz. Die Ausläufer waren noch in Ecuador und Brasilien zu spüren. Das Institut für Geophysik rechnet mit starken Nachbeben für die nächsten vier bis sieben Tage. Eine Tsunami-Warnung für die Pazifikküste von Peru, Chile, Ecuador und Kolumbien wurde inzwischen wieder aufgehoben.

Der Erzbischof von Lima, Kardinal Juan Luis Cipriani, sprach den Familien der Opfer seine Solidarität aus. „Alle Priester des Landes werden heute dafür beten, dass Gott unsere Landsleute beschützen möge“, so der Kirchenmann.