Bolivien |

Epidemie-Alarm wegen Beulenpest

Die Gesundheitsbehörden des Departments von La Paz SEDES haben am 24. August Epidemie-Alarm ausgelöst, nachdem der Tod eines 14-jährigen Jungen an der Beulenpest bestätigt wurde. Die Krankheit sei in Gemeinden im Grenzgebiet zu Peru ausgebrochen, erklärte der Leiter der epidemiologischen Abteilung in La Paz, René Barrientos. Er bestätigte, dass es noch drei weitere Erkrankungsfälle in der Gemeinde Apolo gebe, bei denen die Beulenpest vermutet wird. Man habe zu dieser Maßnahme gegriffen, um die Ausbreitung der Krankheit durch reisende Personen zu verhindern, erklärte der Funktionär.

Außerdem werden in Koordination mit dem Gesundheitsministerium Spezialteams nach Apolo und in 14 umliegende Gemeinden entsendet, um die Pest zu bekämpfen. Etwa 5.000 Personen sollen in den kommenden 10 Tagen durch den Einsatz von Pestiziden und Schädlingsbekämpfungsmitteln geschützt werden.

Die Beulenpest wird durch Flöhe von Ratten oder Hasen auf den Menschen übertragen. Bei rechtzeitigem Einsatz von Medikamenten und richtiger Diagnose ist die Krankheit gut zu behandeln. Auslöser ist das Bakterium yersinia pestis.

Im Nachbarland Peru waren in den vergangenen zwei Monaten drei Personen an der Pest gestorben. Laut WHO ist die Krankheit in der peruanischen Region La Libertad, im Norden des Landes, seit Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt und breche immer wieder aus. Nach offiziellen Angaben sind die bolivianische Gemeinde Apolo sowie sieben weitere Gemeinden an der Grenze zu Peru die einzigen Regionen in Bolivien, in denen die Pest vorkommt. Dies liege an den geographischen Gegebenheiten und dem Vorkommen von Nagetieren in der Region.

Quelle: telesur in Poonal