Honduras |

Energiesparende Hybrid-Kaffeetrockner für Kleinbauern

In der nordhonduranischen Region Subirana wächst das Interesse der Kaffeefarmer an Kaffeetrocknern, die mit Solarkraft und Biomasse betrieben werden. Mit Hilfe der Hybridtechnologie sind die Bauern in der Lage, den Verbrauch von Feuerholz einzuschränken, ihre Energiekosten zu senken und die Qualität ihrer Bohnen zu verbessern.

Wie Raúl Raudales vom ´Mesoamerican Development Institute´ (MDI) berichtet, sind die traditionellen Methoden zur Beschleunigung des Trocknungsprozesses nicht immer gut für die Umwelt, da die Kaffeeproduktion ein äußerst energieintensiver Vorgang ist. Nach MDI-Angaben werden fast 84 Prozent der benötigten Energie während des Trocknungsprozesses verbraucht. Die herkömmlichen und seit Jahrzehnten verwendeten Trockner verschlingen 0,12 Kubikmeter Feuerholz beziehungsweise 10,5 Kilowattstunden Strom pro 100 Pfund Kaffee.

Raudales und sein Team haben einen Hybridtrockner entwickelt, der sowohl mit Solarkraft als auch mit Biomasse betrieben wird. Nach der Ernte müssen die Kaffeebohnen mechanisch aus den Kirschen geklaubt und getrocknet werden. Aus den Schalen und anderen Rückständen werden Pellets produziert, die einen Teil der Hitze erzeugen, die für den Trocknungsprozess erforderlich ist. Den anderen Teil generieren Solarzellen.

Dank der alternativen Trockner lassen sich nicht nur der Energieverbrauch senken und Wälder schützen. Raudales zufolge ist der Kaffee hochwertiger und erzielt auf dem europäischen Markt bessere Preise. Bohnen, die bei Niedrigtemperaturen von 45 bis 50 Grad Celsius getrocknet werden, sind aromatischer. Die Kaffeeexporteinnahmen des zentralamerikanischen Landes belaufen sich auf jährlich 1, 2 Milliarden US-Dollar.

Quelle: IPS-Weltblick