Argentinien |

ENDEPA klagt Landrechte für Indigene ein

Die nationale Kommission für Indigenenpastoral (ENDEPA) hat sich vom 30. November bis 3. Dezember in Buenos Aires getroffen, um die Situation der indigenen Völker Argentiniens in den Blick zu nehmen. Vor Ort waren Delegierte aus verschiedenen Diözesen des Landes zusammen mit Bischöfen der Kommission der Indigenenpastoral (CEPA).

Die Vertreter verurteilten vor allem eine durch die Politik herbeigeführte Zersplitterung der indigenen Gemeinden und warnten davor, dass die Gebiete dieser Gemeinschaften durch Bergbau, Viehzucht und Agrarforstwirtschaft bedroht seien.

Eine der zentralen Fragen war der Umgang mit den durch die Vereinten Nationen zugesicherten Rechten der Indigenen. Die bevorstehende Reformierung der Zivilgesetze ignoriere eben diese Rechte, wie beispielsweise das der Anhörung oder das Recht auf vorherige Information über Maßnahmen auf ihren Territorien. Auch die Tatsache, dass weder ihr kommunales Eigentum, noch die Gemeinden selbst als Person körperlichen Rechts anerkannt werden, sei ein elementarer Missstand innerhalb der Gesetzeslage.

ENDEPA zeigte sich zudem über die langsame Umsetzung der Landvermessung besorgt. Es sei für die Menschen dringend notwendig die territorialen Besitzansprüche zu regeln, da ihre Gebiete durch Landgrabbing massiv bedroht seien. Die Kommission forderte die sofortige Umsetzung der Vermessung.

ENDEPA sei weiterhin entschlossen neben den indigenen Völkern für die Umsetzung dieser Rechte zu kämpfen und verurteilte jegliche Akte der Gewalt gegenüber Gemeinden, die ihre Territorien und die natürlichen Ressourcen verteidigten. (ml)