Uruguay, Argentinien |

Einigung über weitere Zellstoff-Fabrik

Die Außenminister Argentiniens und Uruguays, Héctor Timerman und Luis Almagro haben im Rahmen eines Gipfeltreffens in Buenos Aires Einigung erzielt über die Inbetriebnahme einer weiteren Zellstoff-Fabrik am uruguayischen Ufer des Río de La Plata. Diese liegt direkt an der Grenze zwischen beiden Ländern.

Timerman wies die Möglichkeit eines erneuten Konflikts zurück, wie er im Fall der Zellstoff-Fabrik in Fray Bentos entbrannt war. Argentiniens Außenminister erklärte der Presse gegenüber, Almagro habe ihm versichert, dass der im Juni 2010 ratifizierte „Río de la Plata-Vertrag“ zwischen Argentinien und Uruguay strikt beachtet werde. Daher gebe es von argentinischer Seite keine Einwände.

Uruguays Regierung habe schriftliche Informationen über die Inbetriebnahme des Unternehmens in der Stadt Colonia del Sacramento im Südwesten des Landes zugesichert. Hierbei geht es um Auswirkungen auf die Umwelt und technische Aspekte.

Präzedenzfall Fray Bentos

Die Zellstoff-Fabrik in der west-uruguayischen Grenzstadt Fray Bentos war in der argentinischen Grenz-Provinz Entre Ríos auf heftigen Widerstand der lokalen Bevölkerung gestoßen, der in der Blockade von Straßen gipfelte. Argentinien und Uruguay riefen daraufhin den Internationalen Gerichtshof in Den Haag an, um eine Lösung des Konflikts zu finden.

Die neue Zellstoff-Fabrik wird weniger Schlote besitzen als jene in Fray Bentos. Argentiniens und Uruguays Außenminister versicherten, dass ihre Länder sich verstärkt für den Schutz des Río de la Plata einsetzen werden. (bs)

Quelle: púlsar

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