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Einigung mit Goldschürfern

15 Tage nach Streikbeginn, gewaltsamen Protesten mit drei Toten und 38 Verletzten sowie wirtschaftlichen Verlusten in Millionenhöhe haben »informelle« Goldschürfer und Zentralregierung am Montag ein Abkommen zur Befriedung des Konfliktes im südöstlichen Departamento Madre de Dios unterzeichnet. Die Vereinbarung zwischen der Bergbau-Föderation Madre de Dios unter Führung von Luis Otsuka und Premierminister Óscar Valdés, Umweltminister Manuel Pulgar-Vidal und Bergbau- und Energieminister Jorge Merino war nach sechsstündigen Verhandlungen in Lima vereinbart worden.

Die Humala-Regierung »anerkennt die Mineros, diese kümmern sich um dringende soziale Probleme«, erklärte Umweltminister Vidal die Bedeutung des Bergbaus. Auch Otzuka erklärte sich mit den Ergebnissen zufrieden, die Kriminalisierung seiner Anhänger sei nun beendet. In der Grenzregion zu Brasilien und Bolivien sei »die öffentliche Ordnung wieder hergestellt, wir haben einen gutes Abkommen erreicht«, so der Verbands-Chef in lokalen Medien. Der Vertreter von rund 30 000 »informellen« Goldschürfern, die bisher ohne offizielle Genehmigung im freigegebenen »Minen-Korridor« arbeiten, rief seine Anhänger zum Ende der Proteste auf. Noch im Februar hatte Lima ein Gesetz zu deren Verbot erlassen.

Innerhalb einer Frist von zwölf Monaten erhalten die »informellen« Goldsucher ohne amtliche Genehmigung einen legalen Status, so das Abkommen. Ein Experten-Team kontrolliert und registriert Personal, Maschinen und verteilt Konzessionen. Derweil demonstrieren tausende »illegale« Goldschürfer, die verbotenerweise in ausgewiesenen Naturschutzgebieten nach dem gefragten Metall suchen, weiter. Auch am Dienstag blockierten sie Teile der Panamericana-Verbindungsstraße. (bb)