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Einfluss mexikanischer Drogenkartelle nimmt zu

Eine Analyse der US-amerikanischen Anti-Drogenbehörde DEA zufolge hat sich der Einfluss mexikanischer Drogenkartelle auf die Gesellschaft in Zentralamerika weiter verschärft. Nach einem Bericht der mexikanischen Tageszeitung "Diario de Yucatan", die sich auf ein Dokument des US-amerikanischen Drogenfahnders Thomas M. Hernández beruft, versuchen die mexikanischen Kartelle "Sinaloa" und "Los Zetas" zunehmend Kontrolle über die mittelamerikanischen Vertriebsrouten zu gewinnen und die lokalen Banden zu verdrängen. Dies führe zu einer steigenden Zahl an Opfern in den Ländern El Salvador, Honduras und Guatemala.

In Guatemala und in El Salvador sei die Zahl der Opfer des Drogenkrieges mittlerweile höher als zu Zeiten des Bürgerkrieges, heißt es in dem Bericht. In Guatemala schreibe die Regierung mindestens zwei Fünftel der Morde der Drogenmafia zu. Insgesamt gelangten 95 Prozent des Kokains, das die USA erreiche, über die Route Mittelamerika - Mexiko in die Vereinigten Staaten. Die Kartelle würden besonders in den Staaten angreifen, in denen sie durchlässige Grenzen, Korruption in den Regierungen und schlecht ausgebildete und ausgestattete Polizeikräfte vorfinden. (TK)