Argentinien |

Ein Toter bei Mapuche-Demonstration

Stadtansicht auf Bariloche, Argentinien, mit der Kathedrale im Mittelpunkt. Foto: Adveniat/Escher
Stadtansicht auf Bariloche, Argentinien, mit der Kathedrale im Mittelpunkt. Foto: Adveniat/Escher

Wie argentinische Medien berichteten, starb der Mann bei einem Zusammenstoß zwischen einer Gruppe von rund 20 Demonstranten und Sicherheitskräften in Bariloche.

Während die Behörden erklärten, sie seien aus der Gruppe von Demonstranten mit Schusswaffen angegriffen worden und hätten ihrerseits Warnschüsse in die Luft abgegeben, erhob Friedensnobelpreisträger Adolfo Perez Esquivel schwere Vorwürfe gegen die Regierung. "Es waren Bundeskräfte, die den Mord an dem jungen Mapuche verübt haben", zitierten ihn Medien am Sonntag, 26. November 2017.

Nach Bekanntwerden des Todesfalles war es an und in der Kathedrale von Bariloche zu Demonstrationen gekommen; dabei gab es kleinere Sachbeschädigungen. Eine Gruppe von Mapuche-Frauen hatte laut einem Bericht des kirchlichen Portals "Aica" während eines Gottesdienstes Tische und Stühle umgeworfen und Gerechtigkeit für den Toten gefordert. Unterstützt worden seien die Mapuche-Frauen dabei von Vertretern sozialer Organisationen.

Quelle: KNA

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