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Ein Drittel der Spenden ausgegeben

Die im Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" (ADH) zusammengeschlossenen Hilfsorganisationen haben bislang nach eigener Darstellung etwa ein Drittel der für Haiti eingenommen Spenden ausgegeben. Rund 5,4 Millionen Euro seien vorwiegend für Nothilfe und die Bekämpfung der Cholera eingesetzt worden, ein Großteil davon entfalle auf Notunterkünfte, teilten die Hilfsorganisationen am Mittwoch in Bonn mit. Dem Zusammenschluss gehören unter anderem Malteser international, der Paritätische, die Arbeiterwohlfahrt und die Johanniter an.

Noch immer seien über eine Million Menschen ohne Obdach, hieß es. Andererseits gebe es auch zahlreiche Fortschritte, etwa bei der Verbesserung der Hygiene-Situation, bei der Ausbildung von Orthopädietechnikern oder bei der Versorgung der durch das Erdbeben schwer behinderten Menschen.

Besorgt zeigte sich ADH wegen der Verzögerung der Wahlen. Für den Wiederaufbau seien dringend eine stabile Regierung und verantwortliche Ansprechpartner notwendig, hieß es. Das gelte insbesondere für eine notwendige Landreform sowie Rechtssicherheit bei der Errichtung der Unterkünfte. Die erste Runde der Präsidentschaftswahl am 28. November war von Zwischenfällen und Betrugsvorwürfen überschattet. Die Wahlkommission kündigte schließlich eine Neuauszählung unter Einbeziehung der drei bestplatzierten Kandidaten an. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Quelle: kna