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Ehemalige Bürgermeisterin ermordet aufgefunden

Im westmexikanischen Bundesstaat Michoacan wurde am Wochenende die ehemalige Bürgermeisterin der Kleinstadt Tiquicheo, Maria Santos Gorrostieta Salazar, tot aufgefunden. Ein Familienmitglied hatte Gorrostieta Salazar am 14. November als vermisst gemeldet. Die Staatsanwaltschaft Michoacans geht bei dem Tod der Politikerin von Mord aus. Sie gab bekannt, dass die Obduktion der Leiche ergab, dass Salazar Spuren von Fesselung durch Handschellen aufweist. Außerdem fanden die Forensiker Schusswunden in den Knien sowie zwei tödliche Schüsse in den Nacken.

Der Staatsanwalt konnte zu diesem Zeitpunkt noch keine Verdächtigen nennen. Michoacan gilt aber als einer der Staaten Mexikos, in denen der Drogenhandel blüht. Die Küste des Bundestaates ist wenig bevölkert und Schauplatz eines Krieges zwischen rivalisierenden Drogenkartellen. Vor diesem Hintergrund gehen die zuständigen Behörden davon aus, dass der Mord an Gorrostieta Salazar in diesem Zusammenhang verübt wurde.

Schon zuvor Opfer von Anschlägen

Maria Santos Gorrostieta Salazar war von 2008 bis zu Beginn dieses Jahres Bürgermeisterin der Stadt Tiquicheo. Während ihrer Amtszeit wurden bereits zuvor zwei Anschläge auf die Politikerin verübt. Sie überlebte beide, jedoch kam bei einem der Attentate im Jahr 2009 ihr Mann, der ebenfalls Politiker war, ums Leben. Ihren letzten öffentlichen Auftritt hatte Gorrostiesta Salazar im Januar dieses Jahres. Damals zeigte sie der öffentlichkeit Fotos von den Narben, die die Schüsse des Anschlags auf ihrem Rücken hinterlassen hatten. (aj)