Ecuador |

Ecuador weist venezolanische Botschafterin aus

Carol Delgado (Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/unasursg/" target="_blank" title="Opens external link in new window" external="1">UNASUR SG</a>, <a href="https://www.flickr.com/photos/unasursg/24696529782/" target="_blank" title="Opens external link in new window" external="1">Carol Delgado</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" title="Opens external link in new window" external="1">CC BY-SA 2.0</a>)
Carol Delgado (Foto: UNASUR SG, Carol Delgado, CC BY-SA 2.0)

Die Regierung in Ecuador hat die Botschafterin Venezuelas des Landes verwiesen. Carol Delgado habe 72 Stunden Zeit, das Land zu verlassen, berichteten ecuadorianische Medien am Donnerstag (Ortszeit). Ecuador reagierte damit auf eine Äußerung des venezolanischen Kommunikationsministers Jorge Rodriguez, der zuvor Ecuadors Präsident Lenin Moreno als Lügner bezeichnet hatte. Rodriguez behauptet, Moreno habe die Zahlen von Flüchtlingen aus Venezuela, die nach Ecuador gekommen seien, künstlich aufgeblasen.

 

Die Äußerungen des venezolanischen Kommunikationsministers seien ein Beleg dafür, dass in Venezuela ein "korrupter, mörderischer, lügnerischer Sozialismus des 21. Jahrhunderts" nach wie vor lebendig sei, entgegnete die ecuadorianische Regierung am Donnerstag in einer Stellungnahme und erklärte die venezolanische Botschafterin zur unerwünschten Person.

Sie waren mal Freunde

Unter dem linksgerichteten Präsidenten Rafael Correa (2007 bis 2017) war Ecuador einer der engsten Verbündeten Venezuelas. Correa und sein Wunschnachfolger Lenin Moreno sind inzwischen politisch verfeindet. Moreno hat die Regierung in die politische Mitte geführt. Auslöser des Streits sind Korruptionsermittlungen gegen Correa sowie gegen ehemalige Mitglieder seiner Regierung.

 

Nach Angaben der Vereinten Nationen haben als Folge der katastrophalen Versorgungslage und der Unterdrückung der Opposition in den vergangenen Jahren mehr als 2,3 Millionen Venezolaner ihr Heimatland verlassen. Dies ist die größte Flüchtlingskrise in Lateinamerika im 21. Jahrhundert. Kolumbien, Ecuador und Peru haben bislang die meisten Flüchtlinge aufgenommen. (KNA)

Weitere Nachrichten zu: Politik