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Ecuador beantragt Vollmitgliedschaft im Mercosur

Ecuador hat einen Antrag auf Vollmitgliedschaft im südamerikanischen Staatenbund Mercosur gestellt. Dies gab gestern der ecuadorianische Außenminister Francisco Rivadeneira bekannt. Auf Bitten von Präsident Rafael Correa habe man die Vollmitgliedschaft beantragt und um Vorverhandlungen ersucht. Correa hatte bereits im Mai seine Entscheidung bekannt gegeben, dass Ecuador Mitglied des Mercosur-Bündnisses werden wolle.

Schutz des eigenen Arbeitsmarktes

Die ecuadorianische Regierung betonte, man wolle den Schutz des eigenen Arbeitsmarktes, insbesondere auf dem Kleinunternehmersektor gewährleisten. Andere Regularien, wie die Normen zu Herstellerinformation von Produkten würde man lieber flexibilisiert sehen.

Der 1991 gegründete Staatenbund stellt nach Angaben der Nachrichtenagentur TeleSur mit seinen 300 Mio. Einwohnern in der Region Südamerika den fünftgrößten Wirtschaftsraum dar. Derzeit sind Argentinien, Uruguay, Brasilien und Venezuela Vollmitglieder. Chile, Peru und Kolumbien sind assoziierte Mitglieder.

Paraguay darf wieder Vollmitglied werden

Im Dezember vergangenen Jahres beantragte Bolivien die Mitgliedschaft. Paraguay war nach der umstrittenen Amtsenthebung des gewählten Präsidenten Fernando Lugo im Juni 2012 aus dem Staatenbund ausgeschlossen worden, könne jedoch nach Amtsantritt des neu gewählten Präsidenten Horacio Cartes am 15. August wieder Vollmitglied dieser gemeinsamen Wirtschaftszone Marktes werden. Dies hatte der uruguayische Außenminister Luís Almagro am 13. Juni mitgeteilt.

Den momentanen Vorsitz im Staatenbund hat Uruguay inne. Ende Juni wird Uruguays Präsident José Mujica die Mercosur-Präsidentschaft turnusgemäß dem neu gewählten venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro in Caracas übertragen. (bh)