Ecuador |

Drogenhandel und Missbrauch statt Schulbesuch

Quito. Die Vereinten Nationen haben sich besorgt über das Ausmaß der Kinderarbeit in Ecuador gezeigt. "Trotz zahlreicher staatlicher Programme ist der Umfang der Kinderarbeit immer noch alarmierend hoch", sagte die UN-Sonderberichterstatterin über zeitgenössische Formen der Sklaverei, Gulnara Shahinian, nach einem achttägigen Besuch in dem Land.

Kinderarbeit in all ihren Formen stelle einen "Hemmschuh für die Weiterentwicklung Ecuadors" dar, so die UN-Vertreterin. Als alarmierend bezeichnete Shahinian weiter die Verbreitung sexuellen Missbrauchs von Mädchen sowie die Zahl der Jungen, die zum Drogenhandel gezwungen würden.

Zugleich erinnerte die UN-Sonderberichterstatterin die Regierung an ihre Verantwortung für die Flüchtlinge in Ecuador. Nach Angaben des Außenministeriums in Quito halten sich in dem südamerikanischen Land derzeit rund 135.000 Flüchtlinge aus dem benachbarten Kolumbien auf, die vor den anhaltenden Kämpfen geflohen sind. Zwischen den beiden Ländern gibt es unterschiedliche Auffassungen über die Finanzierung von Hilfsmaßnahmen für die Flüchtlinge.

Quelle: kna