|

Drei Traditionen zum Weltkulturerbe erklärt

Die Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur der Vereinten Nationen (UNESCO) hat während ihrer Versammlung am Wochenende auf Bali drei lateinamerikanische Traditionen zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt. In die Liste der UNESCO wurden das Jahrhundert alte Wissen der kolumbischen Jaguar-Schamanen von Yuruparí, die Mariachi Musik aus Mexiko und die Wallfahrt zum Schrein des Qoyllurit’i in Peru aufgenommen.

Die Ernennung der Mariachi Musik wurde im indonesischen Nusua Dua mit dem Auftritt einer Mariachi- Band gefeirt, die das bekannte Stück „ Der Klang der Schwarzen“ vortrug. „Es gibt keine Art der mexikanischen Musik, die weltweit mehr verbreitet ist. Diese Universalität muss sich auch in der Liste des immateriellen Weltkulturerbes widerspiegeln“, sagte Alejandro Cravioto vom Kultursekretariat in Jalisco. In dem Bundestaat im Westen Mexikos hat die Musik ihren Ursprung. Laut der UNESCO habe sich die Musik in den vergangenen Jahren zu einer Art Nationalhymne entwickelt und sei ein wichtiger Bestandteil mexikanischer Kultur.

David Ugarte, kultureller Leiter von Cuzco, bezeichnete die Aufnahme der acht Kilometer langen Pilgerfahrt zwischen Mahuyani und Sinakara zum 4.000 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Schrein des Qoyllurit’i als eine große Ehre. „ Es ist eine weltweite Anerkennung der Quechua Kultur“, so Ugarte nach der Verkündung.

In Bezug auf die Jaguar- Schamane aus Kolumbien, die in der Nähe des Flusses Piró Paraná leben, sei die Erklärung zum Weltkulturerbe laut des Direktors des Kulturerbes von Kolumbien, Juan Luis Isaza, vor allem eine Ehrung ihrer Weltauffassung. Die Schamanen des Amazonas Volkes geben das so genannte Hee Yaia Keti Oka weiter. Dies ist ein Heiligtum bestehend aus traditionellen Riten, sozialen Regeln und einem kosmologischen Teil, das es ihnen erlaubt in Harmonie mit der Natur zu leben.

Neben den drei kulturellen Traditionen aus Lateinamerika, wurde auch der portugiesische Fado zum UNESCO- Weltkulturerbe erklärt. Der Musikstil ist besonders in der Hauptstadt Lissabon und Coimbra verbreitet. Die Lieder handeln zumeist von unglücklicher Liebe und Sehnsucht nach vergangen Zeiten.(aj)