Peru |

Drei Rebellen des Leuchtendes Pfads getötet

Bei einem Gefecht zwischen peruanischen Soldaten und einer Gruppe des Leuchtenden Pfades sind am Sonntagabend, 11. August, drei Rebellen ums Leben gekommen. Dies gab die peruanische Regierung am Montag, 12. August, bekannt. Die Soldaten hätten eine der größten noch vorhandenen Gruppen der Guerillabewegung in der Umgebung von Llochegua aufgespürt. Die beiden umgekommenen Mitglieder des Leuchtenden Pfades, Orlando Borda Casafranca, alias "Alipio", und Martin Quispe Palomino, alias "Gabriel", galten als die militärischen Führer der Gruppe. Der peruanische Präsident Ollanta Humala bezeichnete dies als einen schweren Schlag für die Guerilla. DNA-Proben sollen nun bestätigen, dass es sich tatsächlich um die genannten Personen handelt.

Die maoistisch orientierte Gruppe Leuchtender Pfad überzog vor allem in den 1980er Jahren das südamerikanische Land mit Gewalt. Der Leuchtende Pfad strebte zu jener Zeit an, das politische System in Peru zu stürzen. Offiziellen Zahlen zufolge sind in den Auseinandersetzungen ca. 70.000 Menschen ums Leben gekommen. Laut der Regierung haben sich die noch verbleibenden Mitglieder Gruppe seit den 1990er Jahren mit den Drogenhändlern verbündet und finanzieren ihre Aktivitäten mit Drogenschmuggel. Ollanta Humala hat bei seinem Amtsantritt 2011 die Bekämpfung des Leuchtenden Pfades zu einer seiner Hauptprioritäten erklärt.

Anfang Juni wurde der letzte ursprüngliche Führer der Rebellen, Bruder Artemio, zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht befand ihn des Terrorismus, der Geldwäsche und des Drogenschmuggels für schuldig und verurteilte ihn neben seiner Haftstrafe zu einer Geldbuße in Höhe von 140 Millionen Dollar. (aj)