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Drei Millionen Flutopfer

In Kolumbien sind durch die schwersten Überschwemmungen in der Geschichte des südamerikanischen Landes nach Caritas-Angaben Zehntausende Familien obdachlos geworden. Geschätzte 3,3 Millionen Menschen sind von den Überflutungen und Erdrutschen betroffen, wie Caritas international am Dienstag in Freiburg mitteilte. Die Lage spitze sich wegen anhaltender Regenfälle immer mehr zu, in ganzen Regionen seien alle Straßen und Wege zerstört.

"Seit fünf Monaten kämpfen die Menschen mit der Katastrophe, aber eine Lösung ist noch immer nicht in Sicht", sagte Friedrich Kircher, der für die Organisation in Kolumbien arbeitet. Viele Menschen hätten noch immer keine humanitäre Hilfe erhalten. Hintergrund seien auch Missstände bei den kolumbianischen Behörden und unnötige Bürokratie.

Bislang hat die Hilfsorganisation nach eigenen Angaben rund 20.000 Menschen mit Nothilfe versorgen können. Mit Unterstützung der EU sowie von Außen- und Entwicklungsministerium seien 725.000 Euro in die Krisenregion geflossen.

Quelle: kna

Bericht vom 28.4.2011: Kolumbien: Die vergessene Katastrophe