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Drei Jahre nach Beben rügen Helfer Zahlungsmoral

Drei Jahre nach dem Erdbeben in Haiti übt das "Bündnis Entwicklung Hilft" scharfe Kritik an der internationalen Staatengemeinschaft. Diese habe nach der Katastrophe 9,8 Milliarden US-Dollar (Tageskurs 7,47 Milliarden Euro) zugesagt, davon 5,37 Milliarden Dollar (4,1 Milliarden Euro) in den ersten drei Jahren, erklärte das Bündnis am 9. Januar in Berlin. Tatsächlich aber sei bis jetzt nur etwas mehr als die Hälfte der Summe freigegeben worden. Das Bündnis beruft sich auf Zahlen des UN-Sonderbotschafters für Haiti, Bill Clinton.

Der Geschäftsführer des Bündnisses, Peter Mucke, sprach von einem Grundproblem. Nach großen Katastrophen herrsche kurzzeitig Aktionismus; dann jedoch drohten die Zusagen der Regierungen nach und nach im politischen Tagesgeschäft unterzugehen. "Das Geld wird nicht oder nur schleppend ausgezahlt." Für eine sinnvolle Aufbauarbeit sei es unerlässlich, die zugesagten Gelder vereinbarungsgemäß auszuzahlen.

Quelle: KNA