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Diplomatische Krise zwischen El Salvador und Venezuela

Flagge von El Salvador 

Zwischen El Salvador und Venezuela sind die die diplomatischen Beziehungen auf einem neuen Tiefpunkt angelangt. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, hätten beide Regierungen nacheinander alle Diplomaten des jeweiligen anderen Landes ausgewiesen. Zunächst hatte El Salvadors frisch gewählter Präsident Nayib Bukele am Sonnabend über den Kurznachrichtendienst Twitter erklärt, die Diplomaten Venezuelas müssten die zentralamerikanische Nation verlassen.

Schon vor seiner Wahl im Juni hatte Bukele angekündigt, er werde zur Regierung von Präsident Maduro auf Abstand gehen und sich den USA annähern. Nach seinem Amtsantritt hatte El Salvadors Staatschef den Präsidenten des venezolanischen Parlaments Juan Guaidó dann als rechtmäßigen Übergangspräsidenten des Erdöl-Landes anerkannt. Einen Tag nach der Ausweisung der venezolanischen Diplomaten regierte die Regierung in Caracas mit der üblichen Gegenmaßnahme, und verwies seinerseits das salvadoranische Corps des Landes.

Derweil erklärte der designierte Präsident von Guatemala, Alejandro Giammattei, er werde nach seinem Amtsantritt Mitte Januar sämtliche diplomatische Beziehungen zu Venezuela einstellen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, werde der Mitte-Rechts-Politiker ebenfalls Guaidó als rechtmäßigen Präsidenten anerkennen. Der Machtkampf zwischen dem Maduro-Lager und den Guaidó-Anhängern ist damit endgültig auf der internationalen Bühne angekommen. Hinter Maduro stehen Russland und China, Guaidó wird von den USA und deren Verbündeten unterstützt. (bb)

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