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Diözese Saltillo öffnet Tore für Homosexuellen-Verband

Der für sein Engagement für Menschenrechte in Mexiko bekannte Bischof Raúl Vera López hat die Tore seiner Diözese Saltillo für einen Homosexuellen-Verband geöffnet. Nach einem Bericht des Internetportals "Milenio" befinden sich innerhalb des Bischöflichen Palais Büros der Organisation "San Elredo", die sich für die Rechte von Schwulen und Lesben in Mexiko einsetzt.

Der Sprecher von San Elredo, Noé Leonardo Ruiz Malacara, sagte Milenio: "Wir versuchen zu zeigen, dass die Bibel die wir kennen, sagt, dass Gott uns liebt, weil wir ein Teil der Schöpfung sind, unabhängig von der sexuellen Neigung." Es gebe jede Woche Treffen in den bischöflichen Gebäuden, um mit verschiedenen Experten darüber zu diskutieren, wie man die Arbeit diese Gruppe unterstützen könne, so Ruiz weiter. Es gibt in Mexiko zwar zahlreiche Homosexuellen-Verbände, die von Geistlichen unterstützt werden. "San Elredo" gilt aber landesweit als die einzige Institution, die auch kirchliche Einrichtungen nutzen dürfe.

Bischof Raúl Vera López ist einer der populärsten Kirchenführer in Mexiko. Erst vor wenigen Wochen hatte das Direktorium des Menschenrechtszentrums “Fray Bartolomé de Las Casas” (Frayba) im mexikanischen Bundesstaat Chiapas Bischof Raúl Vera López zum neuen Präsidenten ernannt. Bischof Raúl Vera López setzt damit in seiner neuen Funktion als Frayba-Präsident die Arbeit der 1989 der vom im Januar verstorbenen Bischof Ruiz Garcia gegründeten christlichen Menschenrechtsorganisation fort. Nach eigenem Verständnis unterstützt Frayba vor allem arme und ausgeschlossene Dörfer sowie kleine indigene Völker in Mexiko und setzt sich für deren Rechte ein.

Zuletzt hatte es in Mexiko heftige verbale Auseinandersetzungen zwischen der Spitze der mexikanischen Bischofskonferenz und dem Bürgermeister der Hauptstadt Mexiko-Stadt gegeben, weil das Stadtparlament grünes Licht für die Ehe von gleichgeschlechtlichen Pärchen gegeben hatte. (tk)