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Dilma Rousseff plädiert für atomare Abrüstung

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat gestern bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) in New York für atomare Abrüstung plädiert. Rousseff betonte, dass eine Welt mit Atomwaffen immer eine unsichere Welt sein wird. Die Abschaffung von nuklearen Waffen sei weiterhin Teil des Atomwaffensperrvertrags, der Ende der 1960er unterzeichnet wurde. Außerdem werde durch den exklusiven Besitz von Atomwaffen einigen Ländern eine besondere Machtposition eingeräumt, so die Regierungschefin Brasiliens. Dies trage zu einer Asymmetrie der Machtverteilung in der globalen Welt bei. „Es erscheint uns daher absolut zwingend, Wege zur vollständigen und unumkehrbaren Eliminierung aller Atomwaffenbestände zu ebnen", so Rousseff weiter.

Friedliche Nutzung beibehalten

Die Präsidentin des größten südamerikanischen Landes, die als erste Frau überhaupt die Generalversammlung der UN eröffnete, verdeutlichte aber auch, dass eine friedlichen Nutzung von nuklearer Energie beibehalten werden sollte. Auch nukleare Katstrophen wie die Ereignisse rund um das japanische Atomkraftwerk Fukushima sollten das internationale Vertrauen in die Möglichkeiten der Atomenergie nicht trüben. (aj)