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Dilma Rousseff erhöht Sozialhilfe

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff verstärkt den Kampf gegen extreme Armut. „Seit wir im Juni 2011 den Plan „Brasilien ohne Armut“ gestartet haben bis zum heutigen Tag, an dem ich eine neue Ausweitung der Zahlungen unterzeichne, ist es uns gelungen rund 22 Millionen Brasilianer und Brasilianerinnen aus der Armut zu holen“, so Rousseff. Jedem Bürger in Not steht im Rahmen des Familienhilfeprogramms „Bolsa de Familia“ nun monatlich eine Mindestsozialhilfe von 70 Reales (27 Euro) zu.

„Wir sagen nicht, dass es keine sehr armen Brasilianer gibt“, erklärte Rousseff. Bei den Sozialtransfers, die unter anderem an den Besuch von Schule und Arztbesuchen konditioniert sind, wurden bisher zwischen 20 und 200 Reales (7,60 – 76,60 Euro) an Familien ausgezahlt. In insgesamt 5556 Kommunen des Schwellenlandes seien innerhalb der letzten zwei Jahre durch „aktive Suche“ Menschen mit geringem Einkommen unter der Armutsgrenze ausfindig gemacht worden, um diese zu registrieren und ihnen Leistungen auszuzahlen, so offizielle Stellen.

Ende 2012 hatte Rousseff den Anspruch von armen Familien auf „Bolsa de Familia“ mit Kindern bis zum Alter von 16 Jahren ausgeweitet. Rund 700.000 Familien seien bisher nicht registriert und sollen künftig erfasst werden, informierte das Ministerium für Soziale Entwicklung. Das Programm „Bolsa de Familia“ ist ein Unterprogramm des Armutsbekämpfungsprogramms „Null Hunger“, das Präsident Lula da Silva 2003 eingeführt hat. Es koppelt die Auszahlung der Gelder an Schul- und Arztbesuche und leistet einen spürbaren Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen der einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen in Brasilien, zur Verringerung der Armutsquote und von Ungleichheiten. (bb)