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Die Verteidigung des Tinku

In mehreren Städten Boliviens und 15 anderen Ländern tanzten Hunderte von Menschen am Sonntag den Folklore-Tanz Tinku. Dies teilte die Organisation zur Verteidigung und Verbreitung der bolivianischen Folklore (Obdefo) mit, die zusammen mit dem Ministerium für Kultur zu der Aktion aufgerufen hatte. Immer wieder würde die Herkunft des Tinku und anderer Tänze angezweifelt werden und abgewandelte Versionen als Original dargestellt, sagte Napoléon Gómez, Präsident der Obdefo, gegenüber der Presse. Die weltweite Aktion sollte dafür werben, dass die Region Potosí als ursprüngliche Heimat des Tinku anerkannt wird. Seit dem Jahr 2003 kämpft die Obdefo bereits verstärkt für die Anerkennung verschiedener Tänze als bolivianisches Nationalerbe.

Der Tinku soll auf prähispanischen Ritualen basieren und hat eine teils kriegerische Anmutung. Es heißt, dass eine reiche Ernte bevorsteht, falls während des Tanzes Blut vergossen wird.

Auch in Deutschland gibt es Tanzgruppen, die den Tinku unterrichten und aufführen:

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Autorin/Produktion: Julia Mahncke