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Deutsches Unternehmen an Belo Monte -Bau beteiligt

Das deutsche Unternehmen Voith Hydro hat einen Vertrag für den Bau des kontroversen Belo Monte Staudamms in Höhe von 443 Millionen Euro unterzeichnet. Voith erhielt den Zuschlag in einem Konsortium mit der Andritz AG (österreich) und Alstom (Frankreich). Dies gab die Menschenrechtsorganisation Survival international gestern bekannt.

Belo Monte wäre nach seiner Fertigstellung der drittgrößte Staudamm weltweit. „Er bedroht die Lebensgrundlage von Tausenden Indigenen im Gebiet des Xingu-Flusses in Brasilien, darunter auch die unkontaktierter indigener Völker. Der Staudamm würde rund 1.500km2 Land zerstören und zwischen 20.000 und 40.000 Menschen von ihrem Land vertreiben“, warnt Survival International.

Erst diese Woche hat die Interamerikanische Menschenrechtskommission die Regierung Brasiliens zum Baustopp aufgerufen, sie zur Anhörung der von Staudamm betroffenen indigenen Gemeinden und zum Schutz der unkontaktieren indigenen Völker in der Nähe des Damms aufgefordert.

Zahlreiche Organisationen, darunter der Indianer-Missionsrat CIMI, protestieren seit Monaten scharf gegen den geplanten Bau. Linda Poppe, Koordinatorin von Survival Deutschland, sagte: „Belo Monte ist ein erstklassiges Beispiel für all das, von dem Voith Hydro erklärt hat, sich fernhalten zu wollen. Es ist eine Schande, dass ein deutsches Unternehmen daran beteiligt ist, für den eigenen Profit auf den Rechten und dem Leben indigener Völker herumzutrampeln.“

Quelle: Survival International