Haiti |

Demonstrationen gehen weiter

Anfang dieser Woche ist es in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince wieder zu Demonstrationen und teils gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Demonstranten politischer Oppsoitionsparteien forderten den Rücktritt des Präsidenten René Préval sowie den Rückzug von Edmond Mulet, Chef der UN-Mission zur Stabilisierung Haitis (Minustah).

„Ich mache Gebrauch meiner demokratischen Rechte und kämpfe gegen eine Regierung, die wieder zu einer diktatorischen Praxis zurückkehren will“, sagte Victoir Benoit der Partei „Zusammenschluss der Sozialdemokraten.“ Der Präsident habe per Gesetz sein Mandat verlängert, was zeige, dass er nicht an die Demokratie glaube. Anhänger der Lavalas-Partei skandierten, Aristide solle nach Haiti zurückkehren und warfen Absperrungen vor dem Präsidentenpalast um. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Menge auseinanderzutreiben.

Viele Demonstranten kritisierten das Vorgehen von Minustah-Soldaten. Nach Informationen von Camille Chalmers, Direktor der haitianischen Plattform für alternative Entwicklung (PAPDA), waren bewaffnete brasilianische UN-Soldaten am Montag mit Tränengas in die Ethologische Fakultät der Staatlichen Universität Haitis (Ueh) eingedrungen und hatten Bücher, Hefte und Laptops von Studenten beschlagnahmt. Einige Studenten seien dabei geschlagen und mehrere verhaftet worden. Mittlerweile hat die Minustah ihr Bedauern über den Vorfall ausgedrückt und die Studenten wieder freigelassen.

Quellen: Adital und AlterPresse