Kolumbien |

Demonstranten verhindern Gottesdienst

Anhänger des abgesetzten Bürgermeisters von Bogota, Gustavo Petro, haben am Sonntag, 15. Dezember, in der kolumbianischen Hauptstadt einen Gottesdienst verhindert. Nach Angaben des kolumbianischen Nachrichtenmagazins "Semana" hatten sich rund 50 Personen vor einer Kirche im Stadtteil Teusaquillo zu einer Demonstration eingefunden. Generalstaatsanwalt Alejandro Ordonez, der ein regelmäßiger Besucher der Gottesdienste in der Gemeinde ist, hatte den linksgerichteten Bürgermeister und ehemaligen Guerilla-Kämpfer seines Amtes enthoben und mit einem 15-jährigen Verbot für die Ausübung öffentlicher Ämter belegt. Sicherheitskräfte hatten angesichts der angespannten Situation vor der Kirche zu einer Absage des Gottesdienstes geraten.

Die von Ordonez geleitete Behörde hatte Petro für schuldig befunden, bei der von ihm durchgeführten Reform der Müllentsorgung gegen geltendes Recht verstoßen und ein mehrtägiges Chaos bei der Abfallentsorgung verursacht zu haben. Tausende Anhänger des Bürgermeisters hatten daraufhin gegen das Urteil demonstriert. Petro kündigte an, das Urteil bei der Menschenrechtskommission der Organisation Amerikanischer Staaten (OAA) anzufechten.

Quelle: KNA