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Debatte über den Einsatz von Soldaten in Haiti

In der Dominikanischen Republik ist ein Streit über die Frage entbrannt, ob einheimische Soldaten an einer UN-Mission im Nachbarland Haiti teilnehmen sollen. Kardinal Nicolás de Jesús López Rodríguez steht dem Vorhaben kritisch gegenüber: "Ich lehne die Idee ab, dass Soldaten aus unserem Land nach Haiti geschickt werden. Ich glaube es ist besser, wenn diese Aufgabe von Soldaten aus anderen Nationen übernommen wird, die nicht von der Geschichte belastet sind wie wie die Dominikanische Republik und Haiti besitzen", so der Erzbischof von Santo Domingo.

Das Verhältnis der beiden Nachbarländer auf der Karibikinsel Insel Hispaniola in den Großen Antillen gilt als belastet. Immer wieder kommt es zu Berichten über die Ausbeutung von haitianischen Arbeitern auf Zuckerrohrplantagen im Nachbarland. Zudem soll gegen illegale haitianische Einwanderer immer wieder zu Übergriffen gekommen sein. Die Dominikaner werfen wiederum den Haitianern vor, für die Kriminalität im Lande verantwortlich zu sein. Haiti gilt als das ärmste Land in ganz Lateinamerika und der Karibik. (tk)