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Danilo Medina wird neuer Präsident

Die Zentrale Wahlbehörde (JCE) hat am vergangenen Montag nach Auszählung der mehr als 2,3 Mio. abgegebenen Stimmen das Endergebnis der Präsidentschaftswahlen bekannt gegeben. Demnach wird Danilo Medina, der Kandidat der sozialdemokratischen Regierungspartei PLD, neuer Präsident des Landes. Vizepräsidentin wird Margarita Cedeño de Fernández. Sie ist die Ehefrau des noch amtierenden Präsidenten Leonel Fernández, der nach zwei aufeinanderfolgenden Amtszeiten nicht erneut kandidieren durfte.

Laut Wahlbehörde erreichte der 60-jährige Medina bereits im ersten Wahlgang am Sonntag vor einer Woche 51,21 Prozent der Stimmen. Der Kandidat der Partei liberalen PRD, der 71-jährige Ex-Päsident Hipólito Mejía, hatte 46,95 Prozent der Stimmen erhalten.

Medina gilt als enger Vertrauter des scheidenden Präsidenten Leonel Fernández. Er hatte sich bereits im Jahr 2000 um das Präsidentenamt beworben, war damals aber Mejía unterlegen, der die Dominikanische Republik von 2000 bis 2004 regierte. Fernandez könnte sich jedoch in vier Jahren erneut um das höchste Staatsamt bewerben.

Keine Anfechtung des Wahlergebnisses

Die unterlegene Partei PRD hatte das Wahlergebnis angezweifelt. So hatte der Leiter der PRD-Wahkampagne Cesar Cedeño erklärt, die von einem Mitglied der regierenden Partei PLD geleitete Zentrale Wahlbehörde habe die Ergebnisse zugunsten der PLD gefälscht, heißt es in Presseberichten. Die PRD hatte angekündigt, das Wahlergebnis rechtlich anfechten zu wollen. Der Vorsitzende der Zentralen Wahlbehörde Roberto Rosario erklärte jedoch bei Bekanntgabe der Endergebnisse, es lägen keine Klagen über Wahlbetrug oder Wahlfälschung vor, berichtet die Nachrichtenagentur TeleSur.

Bei den Wahlen vom 20. Mai, zu denen fast 6 Mio. Stimmberechtigte aufgerufen waren, wurden neben dem Präsidenten und der Vizepräsidentin auch sieben Abgeordnete gewählt, welche die Dominikanische Republik künftig im Ausland repräsentieren sollen. (bh)