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Danilo Medina von der PLD gewinnt Wahlen

Bei den Präsidentschaftswahlen in der Dominikanischen Republik zeichnet sich nach Auszählung von 75 Prozent der Stimmen ein klarer Sieg für Danilo Medina ab. Der Kandidat der Regierungspartei Partei für die Dominikanische Befreiung (PLD) kann nach Angaben der nationalen Wahlbehörde 51 Prozent der Stimmen für sich verbuchen. Sein stärkster Konkurrent Hipólito Mejía von der Revolutionären Dominikanischen Partei (PRD) hat knapp 47 Prozent der Stimmen erhalten. Mit diesem Ergebnis würde Medina bereits im ersten Wahlgang zum neuen Präsidenten des Karibikstaates gewählt werden.

Noch in der Wahlnacht kündigte die Oppositionspartei allerdings an, die von der Wahlbehörde verkündeten Ergebnisse nicht anerkennen zu wollen. Die Institution werde von einem Mitglied der PLD geleitet und dieser habe die Ergebnisse zu Gunsten seiner Partei verändert. Die PRD geht davon aus, dass Hipólito Mejía s der eigentliche Sieger der Wahlen ist, „Wir haben diese Wahl gewonnen und wir werden das auch mit den entsprechenden Dokumenten beweisen“, kündigte der Leiter der PRD- Wahlkampagne, Cesar Cedeño, an.

Gekaufte Stimmen?

Bereits im Vorfeld der Wahlen kam es immer wieder zu Unregelmäßigkeiten. So berichteten internationale Wahlbeobachter beispielsweise, dass Wähler überredet worden seien, ihre Stimmzettel zu verkaufen. Am Tag der Wahl hingegen sei der Urnengang laut der nationalen Organisation Participación Ciudadana in 80 Prozent der Wahlstätten ohne größere Zwischenfälle verlaufen. Diese Angabe bestätigten auch internationale Beobachter.

6,5 Millionen Dominikaner waren am Sonntag dazu aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Der derzeitige Amtsinhaber Leonel Fernández von der PLD konnte nicht mehr kandidieren. Die Verfassung der Dominikanischen Republik untersagt eine zweite Amtszeit eines Staatsoberhauptes. (aj)