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Danilo Medina als neuer Präsident vereidigt

Danilo Medina ist am 16. August als neuer Präsident der Dominikanischen Republik vereidigt worden. Der 60-Jährige tritt damit die Nachfolge seines Kollegen aus der Dominikanischen Befreiungspartei (PLD) Leonel Fernández an. Dieser konnte nach der Dominikanischen Verfassung nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren. In seiner Antrittsrede vor dem Kongress versprach Medina, die Politik von Fernández fortzusetzen und vor allem die hohe Armut sowie Korruption in dem Inselstaat anzugehen. Ein weiterer Schwerpunkt seiner zukünftigen Arbeit werde die Bildung sein. Er gab an vier Prozent des Haushaltes dafür ausgeben zu wollen. „Ich werde gut sein zu den Ehrlichen und den Armen aber erbarmungslos mit den Unehrlichen und den Opportunisten“, so der ökonom. Die Ehefrau von Leonel Fernandez, Margerita Cedeño, wurde nach acht Jahren als First Lady des Landes Vizepräsidentin.

Danilo Medina wurde Ende Mai bereits im ersten Wahlgang zum neuen Präsidenten des Karibikstaates gewählt. Er konnte 51 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Sein größter Herausforderer Hipólito Mejía von der Revolutionären Dominikanischen Partei (PRD) hatte lediglich knapp 47 Prozent der Stimmen erhalten. Der Urnengang wurde jedoch national und international stark kritisiert. Besonders im Vorfeld des Wahltages soll es immer wieder zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein. Die PRD erklärte sich zunächst nicht bereit, das Ergebnis anzuerkennen. Zur Vereidigung von Medina wünschte sein Konkurrent Mejía ihm nun aber Erfolg und forderte ihn zu einer gerechten Politik auf, von der alle Dominikaner profitieren können. (aj)