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Dammbruch vergiftet Flüsse mit Minenabfällen

Seit der Nacht des vergangenen 25. Juni ist das Wasser vieler Flüsse in der Region Huancavelica vergiftet. Ursache ist ein Dammbruch an einer Mine des Unternehmens Caudalosa Chica, durch den knapp 500 Tonnen giftiger Minenabfälle zunächst in die Flüsse Opomayo y Totora gelangten. Das Unternehmen habe die Bevölkerung nicht über den Vorfall informiert. Die lokalen Behörden seien erst einen Tag nach dem Chemieunfall am Ort des Geschehens erschienen.

Für die Koordinationsstelle der Indigenen Organisationen der Andenregion (CAOI) kommt dieses Vorgehen einem „Attentat“ gleich, da die Bevölkerung das vergiftete Wasser aus Mangel an Informationen über das Unglück weiterhin als Trinkwasser genutzt, die Fische aus den Flüssen gegessen, Felder damit gewässert und Tiere mit dem kontaminierten Wasser getränkt habe. Auch das Komitee der Staatsanwaltschaft für Umweltdelikte der betroffenen Provinz Angaraes rief die Bevölkerung dazu auf, Anzeigen wegen des Vorfalls vorzubringen und von den Behörden entsprechende Maßnahmen zu fordern. Am gesamten Uferlauf des Flusses Opamayo habe man bereits tausende tote Fische gefunden, so das Komitee. (bh)

 

Quelle: Adital