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Costa Rica startet globale Naturschutz-Klimaallianz

Auf Initiative von Costa Rica haben sich auf einem Vorbereitungstreffen zur diesjährigen UN-Weltklimakonferenz in Chile mehrere Staaten zu einer "Koalition der starken Anstrengung für die Natur und Völker" zusammengeschlossen. Der Zusammenschluss der Staaten für Naturschutz und Klimaschutz will bis zum Jahr 2030 weltweit 30 Prozent der Fläche an Land und auf See unter Naturschutz stellen, berichtet die Nachrichtenagentur EFE am Mittwoch, den 9. Oktober 2019. Auf der Weltklimakonferenz in Chile im Dezember wolle man dafür noch weitere Staaten gewinnen.

Zu den Gründungsmitgliedern des Zusammenschlusses gehören Costa Rica, Frankreich, Finnland, Gabun, Granada und Großbritannien. "Wir haben immer geglaubt, dass die Zukunftstechnologie uns die Probleme der Gegenwart lösen wird. Wir haben immer geglaubt, dass irgendein Wissenschaftler eine Maschine erfinden wird, die den Kohlenstoff aus der Atmosphäre entfernt und an einen Ort bringt, wo es uns nicht schadet. Diese Maschine wurde bereits erfunden, von der Natur, und sie heißt Baum", zitiert der französische TV-Sender "France24" Costa Ricas Umwelt- und Energieminister Carlos Manuel Rodríguez.

Costa Rica als Vorreiter für Umweltschutz

"Wir müssen Bäume, Wälder, natürliche Ökosysteme und die Technologie der Natur nutzen, um den Klimawandel frontal und kosteneffizient zu bekämpfen", so Rodríguez im Beisein der anderen Umweltminister der Gründungsmitglieder. Das mittelamerikanische Land gilt international als Vorreiter beim Umweltschutz. Im September war Costa Rica der Umweltpreis "Champions of Earth Award" des Umweltprogramms der Vereinten Nationen verliehen worden. Das Land sei "Pionier beim Schutz des Friedens und der Natur und ein Vorbild für die Region und die Welt", sagte Chefin des UN-Programms Inger Andersen damals. Costa Rica gewinnt 98 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Energien. Bis 2050 will das mittelamerikanische Land CO2-neutral sein. (bb)

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