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Correa boykottiert Amerika-Gipfel

Ecuadors Staatspräsident Rafael Correa wird als einziger amerikanischer Regierungschef nicht am kommenden Amerika-Gipfel am 14. und 15. April im kolumbianischen Cartagena teilnehmen. In einem Schreiben an seinen kolumbianischen Amtskollegen Juan Manuel Santos erklärte der linksgerichtete Politiker, er werde derartigen Treffen fernbleiben, solange die USA die Entscheidungen diktieren.

Correa hatte in der Vergangenheit wiederholt den Ausschluss Kubas vom Amerika-Gipfel kritisiert. Es sei nicht zu akzeptieren, dass auf diesen Gipfeltreffen fundamentale Fragen wie das US-Embargo gegen Kuba oder der Konflikt um die Falklandinseln nicht diskutiert werden könnten, so Correa. Ecuadors Regierungschef betonte, sein Fernbleiben sei kein Affront gegen das Gastgeberland Kolumbien.

Die USA hatten sich vehement gegen eine erstmalige Teilnahme Kubas an dem 6. Amerika-Gipfel ausgesprochen, zu dem insgesamt 34 Staats- und Regierungschefs aus Nord- und Südamerika sowie der Karibik erwartet werden. Eingeladen werden sollten nur Länder, deren Regierung demokratisch gewählt worden sein, hieß es aus Washington. Das Treffen steht unter dem Motto: "Amerika verbinden - Partner für Wachstum". Der erste Amerika-Gipfel fand 1994 in Miami statt.

Quelle: KNA