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Correa beschuldigt Ex-Präsident Guti?©rrez

Ecuadors Präsident Rafael Correa hat dem ehemaligen Staatoberhaupt Lucio Gutiérrez und dessen Anhängern erneut vorgeworfen, für den Putschversuch gegen seine Regierung in der vergangenen Woche verantwortlich gewesen zu sein. Correa war in einem Krankenhaus in Ecuadors Hauptstadt Quito für mehrere Stunden in die Gewalt einer Gruppe von Polizisten geraten. Er erklärte auf einer Pressekonferenz vor internationalen Medienvertretern: „Hinter all dem stecken eindeutig die „Sociedad Patriótica“ (eine rechtsgerichtete, nationalistische Partei) und die Gutiérrez.“

Rafael Correa sprach von „politischen Verbindungen“, welche die aufständischen Polizisten unterhielten. Die ecuadorianische Staatsanwaltschaft hatte nach ihren ersten Ermittlungen Haftbefehl gegen Fidel Araujo erlassen, einen engen Mitarbeiter des ehemaligen Präsidenten Lucio Gutiérrez. Weitere 46 Polizisten wurden festgenommen, ihnen wird eine Beteiligung an den Ereignissen zur Last gelegt.

Ecuadors Innenminister Gustavo Jalkh sagte ausländischen Medien gegenüber, die Festnahmen hätten einen auf 24 Stunden begrenzten Präventivcharakter, nach der Anhörung der Beschuldigten würden andere Maßnahmen getroffen. Correa sagte, er sei sicher gewesen, nicht mehr lebend aus dem Krankenhaus zu kommen. Radioaufnahmen belegen, dass einige Aufständische dem Präsidenten mit dem Tod drohten. Correa betonte, er werde alles dafür tun, dass sich ein Ereignis dieser Art in Ecuador niemals wiederholen könne. Die Verantwortlichen würden einer angemessenen Strafe zugeführt.

Quelle: adital