Kolumbien |

Cordoba schlägt Farc Waffenstillstand vor

In Kolumbien hat Ex-Senatorin Piedad Cordoba die Guerilla-Organisation FARC zu einem einseitigen Waffenstillstand im Vorfeld der Wahlen im März 2014 ermutigt. Die Farc könne, ähnlich wie in der Vorweihnachtszeit 2012, die Waffen schweigen lassen, um die Wahlen in einer friedlichen Atmosphäre stattfinden zu lassen, sagte Cordoba am Donnerstag, 10. Oktober (Ortszeit), dem TV-Sender RCN. "Es erscheint uns sehr wichtig, dass der Friedensprozess nicht von Wahlinteresseren beeinträchtigt wird."

Cordoba gilt als wichtige Ansprechpartnerin der Guerilla-Organisation. Mit ihrer Menschenrechtsorganisation "Kolumbianerinnen und Kolumbianer für den Frieden" konnte sie in den vergangenen Jahren erfolgreich an der Vermittlung von Geiselfreilassungen mitwirken. Ihren Sitz im Senat verlor Cordoba, weil ihr die kolumbianische Justiz eine zu große Nähe zur Farc vorwirft.

Vor einem Jahr hatten die Friedensgespräche in Oslo zwischen der Regierung und der Farc begonnen und werden seitdem in Etappen in Havanna fortgesetzt. Kolumbiens Unterhändler stellten in Aussicht, die FARC nach einer Einigung als politische Partei anzuerkennen. Der Dialog diene nicht dazu den bewaffneten Konflikt im Lande zu verlängern, sondern zu beenden.

Die FARC entstand 1964. Mit rund 9.200 Kämpferinnen und Kämpfern ist sie die größte lateinamerikanische Rebellenorganisation. Ihr werden schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Die Europäische Union stuft sie als Terror-Organisation ein. Neben Farc sind auch rechtsgerichtete Paramilitärs sowie die Armee für schwere Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien verantwortlich. (TK)