Bolivien |

Computerspiel für Umweltschutz und weniger Armut

Britische Forscher und bolivianische Institutionen haben ein Computerspiel entwickelt, das ländlichen Gemeinden bei der nachhaltigen Bewirtschaftung von Waldgebieten unter die Arme greifen soll. Die „SIMPachamama“-Simulation soll Bauern und Politikern bei der Entscheidungsfindung helfen und ist Ergebnis eines drei Jahren langen Forschungsprogramms, berichtet die katholische Nachrichtenagentur FIDES.

In Anlehnung an das beliebte Computerspiel „Die SIMs“, bei dem der Spieler virtuell das Leben einer Familie in einem Industrieland führt, ist „SIMPachamama“ ein Instrument zur Simulation von Umweltfolgen. Pachamama ist in Bolivien die traditionelle Bezeichnung für die „Mutter Erde“. Die Software ist als Lernprogramm entworfen und soll die wachsenden Abholzung von Wald verhindern, ohne jedoch die Armutsbekämpfung auf dem Land aus dem Auge zu verlieren.

Beteiligt an der Entwicklung des Programms sind das bolivianische „Institut für fortgeschrittene Entwicklungsforschung (INESAD), die US-amerikanische Umwelt-NGO „Conservación Internacional Bolivia“, die renommierte „London School of Economics an Political Science“ (LSE), die Universitäten von Sussex (US), das Institut „ökosystem-Dienstleistungen für Armutsreduzierung“ (ESPA) sowie das „Institut für Orient- und Afrikastudien“ (SOAS) der Universität London. Der öffentlichkeit vorgestellt wird „SIMPachamama“ Anfang September. (bb)