Bolivien |

China investiert Milliarden in Lithium-Industrialisierung

Im Süden Boliviens lagern die größten Lithiumvorkommen der Welt - unter einer riesigen Salzwüste. (Foto: Flickr, CC0)

Der Wettbewerb um die weltweit größten Lithium-Vorkommen in Bolivien geht in die nächste Runde. Wie die Linksregierung der „Bewegung zum Sozialismus“ (MAS) von Präsident Evo Morales und das chinesische Konsortium Xinjinang TBEA Group-Baocheng am Mittwoch, den 6. Februar 2019, bekannt gaben, wird eine gemeinsam geführtes Unternehmen insgesamt 2,3 Milliarden US-Dollar zum Abbau und Industrialisierung der Lithiumlager in den Andensalzseen von Coipasa und Pastos Grandes investieren.

„Die chinesischen Firmen TBEA und Boacheng haben auf dem Gebiet der neuen Energien und der Exploration von Salzseen viel Know-how“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters Chinas Botschafter in Bolivien Liang Yu. Das Joint-Venture soll unter anderem in Zusammenarbeit mit der bolivianischen staatlichen Lithiumfirma YPB eine Lithium-Batterie-Fabrik bauen. Standort soll China sein, beruft sich Reuters auf den chinesischen Botschafter.

China benötigt für seine Automobilindustrie und die angelaufene Elektrifizierung des Autoverkehrs durch E-Autos ab 2025 jedes Jahr rund 800.000 Tonnen des leichtesten Metalls der Erde. Schon heute laufen in China jährlich 30 Millionen Elektroautos vom Band, die Verkäufe liegen bei über 20 Millionen. Damit produziert und verkauft China mehr E-Autos als die USA, Japan und Deutschland zusammen. Bereits im Dezember 2018 hatten Deutschland und Bolivien ein Abkommen über die industrielle Nutzung der Lithium-Vorkommen im Salzsee von Uyuni abgeschlossen. (bb)

Weitere Nachrichten zu: Wirtschaft