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Chiles Städte mit teuerstem Trinkwasser in Lateinamerika

Wasser ist in Chile ein teures Gut. Foto: Adveniat/Jürgen Escher
Wasser ist in Chile ein teures Gut. Foto: Adveniat/Jürgen Escher

Die Städte mit dem teuersten Wasser in ganz Lateinamerika liegen in Chile. Einer weltweiten Studie über die Wasserpreise in Städten zufolge landen sieben Städte in Chile unter den 100 Orten der Erde mit den höchsten Wasserpreisen, vermeldet die chilenische Tageszeitung „El Mercurio“ am Montag, 1. Oktober 2018. Eine dieser Städte ist laut der Erhebung der „Fundacion Aquae“ La Serena (Weltrang 77). Dort müssen für 100 Kubikmeter Trinkwasser im Jahr durchschnittlich 346 US-Dollar gezahlt werden. Damit ist das Wasser in der knapp 200.000-Einwohnerstadt, die rund 470 Kilometer nördlich von Chiles Hauptstadt in der Atacamawüste liegt, am teuersten in ganz Lateinamerika.

Es folgen im Lateinamerika-Ranking auf Platz 2 die chilenische Stadt Copiapé (Rang 80, 315 US-Dollar), La Paz in Bolivien auf Platz 3 (Rang 84, 282 US-Dollar), das chilenische Antofagasta (Rang 90, 261 US-Dollar), das chilenische Quillota (Rang 104, 221 US-Dollar und das chilenische San Felipe (Rang 105, 221 US-Dollar). Auch auf Platz 9 und 10 finden sich mit Valparaíso und Vina del Mar zwei Städte aus Chile.

Das teuerste Wasser weltweit wurde im kanadischen Richmond ausgemacht, hier zahlt man pro Jahr 1038 US-Dollar. Laut der Stiftung ist „Trinkwasser kein gewöhnliches Gut, seine besondere Rolle liegt im hohen Wert für das menschliche Wohlbefinden und für die gesellschaftliche Entwicklung“, so die Studie. Es sei darum nicht der Markt, der die Wasserpreise allein regulieren könne. Stattdessen müsse die Trinkwasserversorgung als „Gut für die gesamte Gesellschaft“ sichergestellt werden. (bb)

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