|

CEPAL und UNICEF fordern Maßnahmen gegen Armut indigener Kinder

Die Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) sowie dem Fonds der Vereinten Nationen für Kinder (UNICEF) drängen die Regierungen Lateinamerikas dazu, der ausgeprägten Armut indigener Kinder ein Ende zu bereiten. Dies geht aus der jüngsten Veröffentlichung der beiden internationalen Organisationen hervor. Von den Indigenen unter 18 Jahren seien demnach 88 Prozent irgendeiner Form von Benachteiligung ausgesetzt. Dabei leiden die Betroffenen vor allem unter mangelndem Zugang zu sauberem Trinkwasser, Bildung und Obdach.

30 Prozent der indigenen Kinder entbehren eine regelmäßige Versorgung mit Trinkwasser und knapp 52 Prozent leiden unter einer schwer mangelhaften sanitären Ausstattung. Sogar 65 Prozent aller Indigenen unter 18 Jahren sind nicht mit angemessenem Wohnraum ausgestattet und sechs Prozent von ihnen sind in ihrem Zugang zu Bildung stark eingeschränkt.

Systematische Verarmung indigener Völker

In der Veröffentlichung mit dem Titel "Das Recht auf das Wohlbefinden indigener Kinder: Status und Fortschritte in Lateinamerika" bezeichnen die Autoren diese Fakten als eine klare Verletzung der Rechte des Kindes und als Teil eines grundlegenden Problems. "Wir können die Armut der Kinder nur dann verstehen, wenn wir sie im Zusammenhang mit der systematischen Verarmung ihrer Völker betrachten", heißt es in der Veröffentlichung. Dementsprechend müsse jede Art von Politik zur Verbesserung der Situation an diesem Punkt ansetzen. (aj)