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CEPAL-Mitglieder verabschieden Charta von San José

Auf der dritten regionalen Konferenz über das Altern vom 08. - 11. Mai in Costa Rica haben die Mitgliedsstaaten der Wirtschaftlichen Kommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) die Deklaration von San José verabschiedet. In der Erklärung verpflichten sich die Regierungen der Region dazu, jegliche Diskriminierung gegen ältere Menschen zu bekämpfen. Außerdem sollen die sozialen Sicherungsnetze für die Bevölkerungsgruppe 60+ verbessert werden.

In der Charta ist außerdem vorgesehen, in Zusammenarbeit mit Arbeitsgruppen der Vereinten Nationen und der Organisation Amerikanischer Staaten, zu prüfen, ob eine internationale Konvention zum Schutz der Rechte älterer Menschen verabschiedet werden kann. Außerdem wird die Möglichkeit eines Sonderberichterstatters überprüft. Die Vertreter der Regierungen sicherten mit der Unterzeichnung der Erklärung weiterhin zu, dass in den einzelnen Länder Kampagnen durchgeführt werden, um das Bewusstsein über die Rechte älterer Menschen zu stärken. Auf der Konferenz in Costa Rica wurde auch die Umsetzung der in 2007 verabschiedeten Deklaration von Brasilia überprüft.

Die CEPAL hatte während der dreitägigen Konferenz mit einer Studie darauf aufmerksam gemacht, dass der Anteil der älteren Bevölkerung in Lateinamerika immer größer wird. Die internationale Organisation geht davon aus, dass die Zahl der Menschen über 60 2036 höher sein wird, als die der Jugendlichen. (aj)