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Bund fördert Lateinamerikaforschung

Das Bundesbildungsministerium fördert mit rund 1,7 Millionen Euro die Lateinamerikaforschung im Rahmen der Initiative "Freiraum für Geisteswissenschaften". Im Verbund mit Forschern aus Bonn, Köln, Bielefeld, Münster und Hannover sollen in den kommenden Jahren moderne Konzepte zur Erforschung lateinamerikanischer Gesellschaften entstehen, wie die Bonner Universität am Dienstag mitteilte. Durchführende Institution ist nach den Angaben das Interdisziplinäre Lateinamerikazentrum (ILZ) der Universität Bonn, das rund 430.000 Euro erhält.
An dem geförderten Kompetenznetz sind neben den Universitäten Bonn, Köln und Bielefeld auch zwei assoziierte Wissenschaftler aus Münster und Hannover beteiligt, wie es hieß. Neben dem ILZ an der Bonner Uni sei auch die dortige Abteilung für Altamerikanistik und Ethnologie der Philosophischen Fakultät einbezogen.
Der Forscherverbund arbeitet fächerübergreifend unter Beteiligung der Bereiche Soziologie, Ethnologie und Geschichtswissenschaften. Damit sollen die gesellschaftlichen Konflikte in den oft multiethnischen Ländern Lateinamerikas erforscht werden, so die Universität. Das regionale Experten-Netzwerk solle auch als Ansprechpartner für in- und ausländische Wissenschaftler, Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit sowie Politiker und öffentlichkeit dienen.

Quelle: kna