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Brasilien: Wider die Gewalt - Erinnerung an Padre Gisley Azevedo Gomes

Aus Anlass des zweiten Todestages des Jugendseelsorgers Padre Gisley Azevedo Gomes ist in Brasilien am 15. Juni des Priesters gedacht worden, der ein geschätzter Projektpartner von Adveniat war. Azevedo Gomes wurde am 15. Juni 2009 entführt und anschließend erschossen. Ausgerechnet er hatte eine Kampagne gegen Gewalt und die Tötung von Jugendlichen in Brasilien ins Leben gerufen.

Einer Mehrheit der Bevölkerung werden Rechte vorenthalten

In einem Brief von Carmen Lúcia Teixeira an den „Freund und Bruder“ heißt es, Gisley sei im Juni gegangen, dem Monat, in dem in Brasilien die Feste vieler beim Volk beliebter Heiliger gefeiert würden. Er habe das Vermächtnis hinterlassen, die Welt zu verändern und der Jugend ein Leben in Würde zu ermöglichen. Generell, so seine Meinung, würden in Brasilien einer Mehrheit der Bevölkerung ihre Rechte vorenthalten, etwa bei der medizinischen Versorgung.

Carmen Lúcia Teixeira weist auf die „Landkarte der Gewalt“ hin, die in diesem Jahr veröffentlicht wurde und Beleg dafür sei, wie die Verzweiflung sich in Menschen Bahn breche. Diese Wirklichkeit müsse jeden erschrecken. Außerdem gebe es eine Liste von Personen, die ganz offen mit dem Tod bedroht würden.

Nicht nachlassen im Kampf für die Armen und Unterdrückten


Ein Aufruf der brasilianischen Jugendpastoral zu einem Nationalen Gebetstag für das Leben der Jugendlichen am 15. Juni erinnerte ebenfalls an Padre Gisley Azevedo Gomes. Die Trauer über seinen Verlust berge zugleich die Chance zu einem Neuanfang in sich.

Der Kampf für das Leben der Jugendlichen müsse fortgeführt werden. Hierfür seien eine Veränderung der gesellschaftlichen Strukturen in Brasilien und der entschlossene Kampf für den Armen und Unterdrückten notwendig. Padre Gisley diene als Licht und Inspiration für jeden Jugendlichen, nicht zuzulassen, dass Tag für Tag junge Menschen sterben. (bs)