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Brasilien: Adveniat bestürzt über Mord an Landlosensprechern

Mit tiefer Betroffenheit hat das Lateinamerikahilfswerk Adveniat von der Ermordung des brasilianischen Ehepaars José Cláudio Ribeiro da Silva und Maria do Espírito Santo Silva erfahren. Am Morgen des 24. Mai 2011 (Ortszeit) sind sie im Bundesstaat Pará vermutlich von Auftragskillern erschossen worden. Seit 2001 war öffentlich bekannt, dass José Cláudio Ribeiro da Silva Morddrohungen erhielt. Die Eheleute waren Sprecher von 300 Landlosenfamilien im Südosten des Bundesstaates und Mitbegründer eines Naturschutzgebietes.

„Über das brutale Verbrechen sind wir empört“, heißt es in einer Solidaritätsbekundung der regionalen Bischofskonferenz in Pará und der Landpastoral. In dem Schreiben fordert die Kirche die rückhaltlose Aufklärung des Doppelmordes und eine Bestrafung der Verantwortlichen. Außerdem klagen die Bischöfe die Untätigkeit öffentlicher Organe bei Aufklärung und Verhinderung solcher Verbrechen an.

„Schockiert und bestürzt“ über das brutale Verbrechen zeigte sich auch Adveniat-Brasilienreferent Klemens Paffhausen. José Cláudio Ribeiro da Silva sei sogar ein Ohr abgeschnitten worden vermutlich als Beweis für den ausgeführten Auftragsmord. Immer häufiger treffe es laut Paffhausen auch kirchliche Mitarbeiter und Projektpartner von Adveniat.