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Brasilianischer Film auf der Berlinale ausgezeichnet

Der Dokumentationsfilm "Waste Land" hat auf der diesjährigen Berlinale den Amnesty International Filmpreis und den Panorama Publikumspreis erhalten. Die britisch-brasiliansiche Koproduktion dokumentiert die Arbeit des Künstlers Vik Muniz an einem Großprojekt in Rio de Janeiro. Muniz, der inzwischen hauptsächlich in New York lebt, erstellt Skulpturen aus alltäglichen Materialien. Der Film zeigt die Entstehung einer Installation aus Müll im „Jardim Gramacho“, einer der größten Mülldeponien der Welt. Neben dem Protagonisten Muniz stellt der Film auch eine Reihe von einheimischen "catadores" vor, die ihre Existenz mit dem aufsammeln und recyclen von Müll bestreiten. Sie haben bei der Entstehung der Kunstwerk mitgewirkt. Die Regie führten Lucy Walker, João Jardim und Karen Harley.

Der Amnesty International Filmpreis ging dieses Jahr zum ersten Mal an zwei Filme. Neben "Waste Land" wurde auch der irakische Spielfilm "Son of Babylon" ausgezeichnet. Insgesamt wurden während der Berlinale acht Filme aus Brasilien gezeigt.