Chile |

Brände zerstören mehrere tausend Hektar Wald

Zwei Großbrände haben in den vergangen Tagen mehrere tausend Hektar Wald im Süden Chiles zerstört. Kurz vor dem Jahreswechsel ist im Nationalpark Torres del Paine in Patagonien ein Feuer ausgebrochen. Die Flammen forderten ein Todesopfer und bisher 12.500 Hektar des Gebiets. Der Feuerwehr ist es trotz leichtem Regefall bisher nicht gelungen, das Feuer gänzlich unter Kontrolle zu bringen. Die Behörden gehen davon aus, dass der israelische Tourist Roter Singer den Brand durch unsachgemäßes Verbrennen seines Toilettenpapiers ausgelöst habe. Singer bestreitet etwas mit der Tat zu tun zu haben.

Auch in der Region Biobío, etwa 450 km südlich der Hauptstadt Santiago de Chile, kam es Ende vergangener Woche zu einem verheerenden Feuer. 18.000 Hektar fielen den Flammen zum Opfer, 30 Häuser wurden zerstört und ein Mensch kam ums Leben. Derzeit sind 600 Kräfte der Nationalen Waldkommission, der Feuerwehr und des Militärs im Einsatz, um den Schaden zu begrenzen und das Feuer unter Kontrolle zu bringen. In diesem Fall geht die Regierung von Brandstiftung aus. „ Wir werden mit aller Kraft versuchen, die Verantwortlichen für diesen Brand zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen“, verkündete der Präsident Sebastián Piñera gestern gemeinsam mit dem Minister für Inneres Rodrigo Hinzpeter.

Piñera erklärte sowohl das Gebiet in Torres del Paine als auch die Region Biobío zum Katastrophengebiet und bat die internationale Staatengemeinschaft um Unterstützung. (aj)