Mexiko |

Blockade von Mexikos größtem Gold-Tagebau geht weiter

Lateinamerika, Mexiko, Goldmine, Protest

Symbolbild (Mine in Guatemala): Adveniat/ Achim Pohl 

In Mexiko geht die Blockade des größten Gold-Tagebaus des Landes weiter. Seit mehr als zwei Wochen halten protestierende Anwohner zentrale Zugangsstraßen der Goldmine „Peñasquito" im zentralmexikanischen Bundesstaat Zacatecas besetzt, wie die Tageszeitung "Expansión" berichtet. Die Mine betreibt der US-Bergbaumulti "Newmont Goldcorp“ aus Denver. Zuvor hatten Betroffene des Bergbaus ein Angebot des Unternehmens über 25 Millionen US-Dollar als Entschädigungszahlung ausgeschlagen, da es zu niedrig sei.

Die Bewohner der Gemeinde Mazapil nahe des Bergwerkes fordern eine Entschädigung für den enormen Wasserverbrauch des US-Bergbauunternehmens in der Region. Zudem soll "Newmont Goldcorp“ für entstandene Umweltschäden durch den Goldabbau aufkommen. 

Zu Wochenbeginn rief Präsident Andrés Manuel López Obrador in seiner täglichen Pressekonferenz die Konfliktparteien zu einer Einigung auf, wie die Nachrichtenagentur Reuters mitteilt. Die nationale Bergarbeitergewerkschaft stellt sich indessen hinter das Unternehmen "Newmont Goldcorp“. Die Gewerkschaft ist der Meinung, dass die Blockade aufgehoben werden müsse, um keine Arbeitsplätze zu gefährden. Dieses Jahr blockierten Demonstranten die Mine bereits für insgesamt 50 Tage, eine vorher bereits bestehende Einigung war von den Gemeinden wieder aufgekündigt worden. (bb)

Weitere Nachrichten zu: Soziales