Kolumbien |

Blockade der Panamericana beendet

Die kolumbianische Regierung und Vertreter der indigenen Völker haben sich am Wochenende auf ein Ende der Straßenblockade geeinigt. Die Verhandlungen zur Verbesserung der Lebenssituation der indigenen Gemeinden, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Erziehung, Landbesitz und politischer Beteiligung werden fortgesetzt. Luis Evelis Andrade von der Organización Nacional Indígena de Colombia (Onic) bestätigte gegenüber ausländischen Journalisten ein Ende der Straßenblockaden.

In der vergangenen Woche hatten mehr als 40.000 Kolumbianer indigener Herkunft in insgesamt sechs Departaments des südamerikanischen Landes mit Streiks und Straßenblockaden, unter anderem auch der Panamericana zwischen Cali und Popayan, ihren Forderungen Nachdruck verliehen. Drei Polizisten, die die Demonstranten vorrübergehend gefangen genommen hatten, wurden als Geste des guten Willens freigelassen. Zuvor hatten sich Onic-Vertreter über einen unverhältnismäßigen Polizeieinsatz beschwert, bei dem insgesamt 44 Menschen verletzt wurden.

Die Regierung wolle nach Onic-Angaben nun den Kauf von Land vorantreiben und dieses an die indigenen Gemeinden übergeben. (TK)