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Bischof Kräutler: Staudammprojekt verletzt Menschenrechte

Der im Amazonasgebiet tätige Bischof Erwin Kräutler hat seine Kritik am brasilianischen Staudammprojekt "Belo Monte" bekräftigt. Es verstoße gegen die Menschenrechte und die brasilianische Verfassung, sagte Kräutler in einem Interview der "Frankfurter Rundschau" am Samstag, 11. Mai.

In den vergangenen Jahren hatte der aus österreich stammende Bischof mit seinem Engagement gegen die Errichtung des weltweit drittgrößten Staudamms für Aufmerksamkeit gesorgt. 80 Prozent des Xingu-Flusses werden dafür abgeleitet und ein Gebiet von mehr als 500 Quadratkilometern Regenwald überflutet. Dies zerstöre die Lebensgrundlage der indigenen Bewohner, lasse gewachsene Gemeinschaften zerbrechen und ziehe eine Massenexodus nach sich, so Kräutler.

Der Bischof bestätigte, dass er wegen seiner Kritik bedroht werde. Nach eigenen Angaben steht er seit sieben Jahren unter Polizeischutz. "Ich werde wegen drei, vier Mafiosi nicht das Handtuch werfen, es geht mir schließlich um das Volk", betonte Kräutler.

Quelle: KNA