Argentinien |

Bischof Joaquín Piña stirbt nach einem Herzanfall

Der erste Bischof von Puerto Iguazu und langjähriger Adveniat Projektpartner, Joaquín Piña, ist am 08. Juli an den Folgen eines Herzinfarkts in einem Krankenhaus in Buenos Aires gestorben. Der 83-Jährige wurde am Tag zuvor in das Krankenhaus eingeliefert. Eine Operation, die ihm das Leben retten sollte war nicht erfolgreich. Piña wurde am 09. Juli in der Kathedrale der Jungfrau von Carmen beigesetzt. Der gebürtige Spanier und Wahlargentinier galt als ein sehr menschennaher Geistlicher, dem das Wohlergehen seiner Gemeinde am Herzen lag. „Du warst ein Pastor für diese Menschen, der keine Grenze hatte. Du warst überzeugt davon, einen Dienst an der Kirche und der Gesellschaft zu leisten. Und so war es: Du warst ein Verteidiger der Gerechtigkeit und der Gleichheit“, sagte Piñas Nachfolger Bischof Martorell bei der Beisetzung.

Joaquìn Piña wurde 1930 im spanischen Baskenland geboren, wo er in die Gesellschaft Jesu eintrat. 1961 wurde er zum Priester geweiht und nach Paraguay entsendet. Dort kämpfte er mehr als 20 Jahre für die Rechte der lokalen Bauern und unterstütze die Bildung von Agrarbünden, die sich in Landfragen gegen das damalige Regime des Diktators Alfred Stroessners stellten. 1986 wurde er zum ersten Bischof der Stadt Puerto Iguazu, die im Dreiländereck von Argentinien, Brasilien und Paraguay liegt. Dort engagierte er sich Zeit seines Lebens für die Ärmsten und unterstütze das indigene Volk der Guaraní. Im Oktober 2006 nahm Papst Benedikt XVI das altersbedingte Rücktrittsgesuch von Joaquín Piña an.

Der Bürgermeister von Puerto Iguazu erklärte im Anschluss an den Tod des Bischofs drei Tage der Trauer. (aj)