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Bischöfe: Mexiko soll Einwanderer schützen

Bischöfe aus Mexiko, Nicaragua, El Salvador und Costa Rica haben die Regierung des mexikanischen Staatspräsidenten Felipe Calderon aufgerufen, sich stärker für die Rechte der Migranten einzusetzen und deren Leben zu schützen. Die Menschen aus den lateinamerikanischen Ländern, die versuchten über Mexiko in die Vereinigten Staaten zu gelangen, seien keine Kriminelle, sondern Menschen, die sich wegen der Armut in ihren Heimatländern zu diesem Entschluss durchgerungen hätten.

"Dies ist ein dringender Aufruf an die Behörden jedes Landes in Zentralamerika, insbesondere an Mexiko, die Anstrengungen zu erhöhen, um das Leben dieser Brüder und Schwestern zu schützen", hieß es in einer in Mexiko-Stadt verbreiteten Stellungnahme. Zugleich äußerten die Oberhirten aus Zentralamerika die Sorge, dass das neue Migranten-Gesetz in Mexiko die Diskriminierung der Auswanderer verstärken könne.

Die Bischöfe verwiesen darauf, dass immer mehr Auswanderer aus Lateinamerika in Mexiko Opfer von illegalen bewaffneten Gruppen werden. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden allein im Zeitraum April bis September 2011 in Mexiko 11.333 Einwanderer von Mafiabanden entführt, um sie zur Arbeit in Drogenkartellen, der Prostitution oder dem Menschenhandel zu zwingen. An dem Treffen nahmen die Bischöfe Gustavo Rodríguez (Mexiko), Sócrates Sandigo (Nicaragua), Gregorio Rosa (El Salvador), Angel San Casimiro Fernández (Costa Rica) teil. (TK)